Familienfreundliche Kindergärten

Wir brauchen in Bergisch Gladbach und Rösrath mehr Kindergartenplätze. Jedes Kind muss einen Platz bekommen. Und sie müssen für die Familien zudem nah gelegen sein. Dafür müssen wir neue Kindertagesstätten bauen bzw. weitere Gruppen da einrichten, wo es möglich ist. Sehr viele Einrichtungen in Bergisch Gladbach und Rösrath „platzen schon seit Jahren aus allen Nähten“ und müssen dennoch Kinder ablehnen.

„Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich hochschwanger mit unserem 1. Kind die Kindergärten in Bensberg, Lückerath und Moitzfeld abgeklappert und nach einem Platz für unser Kind gefragt habe. Das möchte ich künftigen Eltern gerne ersparen. Sie sollen die Gewissheit haben, dass für ihr Kind ein Platz da ist.“

Wir brauchen eine sichere finanzielle Basis. Kindergärten müssen gut ausgestattet sein und in der Lage sein, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fair, d.h. nach Tarif, bezahlen zu können. So lange es noch keine völlige Beitragsfreiheit gibt, wollen wir zurück zu einer landesweit einheitlichen Gebührentabelle. Mit einer klaren sozialen Staffelung. Ansonsten müssen die ärmsten Kommunen die höchsten Beiträge nehmen. Das langfristige Ziel ist die völlige Beitragsfreiheit.

Wir brauchen eine gute Betreuungsqualität. Das setzt voraus, dass die Erzieherinnen und Erzieher genug Zeit für unsere Kinder haben. Dabei helfen ganz sicher ein niedriger Betreuungsschlüssel und eine gute Ausbildung. Dabei müssen wir auch die besonderen Bedürfnisse der Inklusion angemessen berücksichtigen.

Wir brauchen eine Personalpolitik, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine langfristige Arbeitsperspektive gibt. Befristetet Arbeitsverträge (beispielweise für ein Jahr) dürfen nur die Ausnahme und nicht die Regel sein. Sonst entsteht für alle Beteiligten eine große Unsicherheit und die tut weder den Kindern noch den Erwachsenen gut.

Wir brauchen flexible Betreuungszeiten, die sich an den Bedürfnissen der Familien orientieren und nicht umgekehrt. Sonst ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für viele Mütter und Väter unerreichbar. Starre Betreuungszeiten von 7.30 bis 16.30 Uhr sollten bald der Vergangenheit angehören.

„Bildung fängt bereits im Kindergarten an. Die Kinder lernen hier so unglaublich viel
für ihr ganzes Leben. Diesen Start in die Gemeinschaft sollten wir als Gesellschaft allen Kindern ermöglichen – und dafür brauchen wir beitragsfreie Plätze.“

Wir brauchen eine komplette Beitragsfreiheit für die Familien. Und damit meine ich ganz besonders auch das Essen und Trinken für die Kinder. Gute Bildung muss für alle kostenlos sein und zwar vom Kindergarten bis zur Hochschule. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Damit jedes Kind dieselben Chancen hat. Das beitragsfreie letzte Kindergartenjahr, eingeführt 2011 durch unsere rot-grüne Landesregierung, war ein guter Anfang. Jetzt geht es weiter mit den beitragsfreien Kernzeiten von 30 Stunden pro Woche für jedes Kind. Gebührenfreiheit gibt es nur mit der SPD!

Und diese Forderungen gelten selbstverständlich auch für die Kinder, die durch Tagesmütter betreut werden.