Bezahlbare Wohnungen

Wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen und Häuser. Wer in den letzten Jahren in Bergisch Gladbach oder Rösrath versucht hat, eine Wohnung oder ein Haus zu mieten oder zu kaufen, weiß wie schwer das ist. Soll der Preis noch einigermaßen bezahlbar sein, wird es nahezu unmöglich. Das beste Mittel gegen steigende Mieten und Wohnungsmangel ist Neubau.

„Viel zu viele Menschen können sich das Wohnen in Bergisch Gladbach und Rösrath kaum mehr leisten. Wir brauchen deshalb wesentlich mehr Investitionen in geförderte Wohnungen, sonst leben hier in ein paar Jahren nur noch Besserverdiener!“

Wir brauchen bundesweit 3,5 bis 4 Millionen Sozialwohnungen, um auch ausreichend Wohnungen für Durchschnittsverdiener und einkommensschwache Haushalte zur Verfügung zu haben. Derzeit gibt es in Deutschland aber nur rund 1,5 Millionen dieser Wohnungen. Das bedeutet eine Riesenlücke von mehr als 2 Millionen fehlenden Sozialwohnungen. Und diese Lücke wird größer, da stetig Wohnungen aus der Mietpreisbindung heraus fallen. Hier hilft nur eine starke Ausweitung des Neubaus von geförderten Wohnungen.

In Nordrhein-Westfalen haben wir deshalb mit dem „Wohnraumförderprogramm 2014-2017“ verlässliche Rahmenbedingungen für den geförderten Wohnungsbau geschaffen. Mit Tilgungsnachlässen haben wir die Trendumkehr erreicht. Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen für den geförderten Wohnungsbau, den extrem niedrige Zinssätze auf dem freien Kapitalmarkt mit sich bringen. Wir haben die Mittel für Sozialwohnungen seit 2016 auf insgesamt 1,1 Milliarden Euro erhöht. Dadurch wurden 11.149 preiswerte Wohnungen allein im Jahr 2016 gebaut. So viele wie seit Jahren nicht mehr. Ich will mich dafür einsetzen, dass dieses Programm auch nach der Landtagswahl 2017 fortgesetzt wird, damit viele notwendige Wohnungen gebaut werden können.

Wir brauchen eine Förderung der nachbarschaftlichen Mehrgenerationenhäuser, in denen Alt und Jung gemeinsam wohnen und miteinander leben. Mehrgenerationenhäuser sind eine neue Idee des gemeinschaftlichen Wohnens. Dabei greifen sie die „uralten“ Traditionen der kleinen Dorfgemeinschaft bzw. der Großfamilie auf. Man kennt sich, hilft sich und ist eine Gemeinschaft.

Ich bin selbst in einem familiären Mehrgenerationenhaus aufgewachsen. Meine Eltern, meine Tante und mein Onkel haben meinen Bruder und mich großgezogen. Meine Tante lebt noch heute im selben Haus wie meine Eltern. Sie wird dabei von meinen Eltern und uns Kindern unterstützt.“

Die baulichen Anforderungen an nachbarschaftliche Mehrgenerationenhäuser sind hoch. Beispielweise wird oft ein Aufzug benötigt für den barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer. Um dieser neuen Wohnform eine Chance zu geben, bedarf es einer langfristigen und auskömmlichen Förderung. Dafür werde ich mich einsetzen.